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Verschollen und wieder aufgefunden

Aus Erzählungen hörte man von einer tollen Wetterfahne, die einst den Turm zierte. Sie trug das Datum 1881....
... und an der Haupteingangstür waren zwei wundervolle schmiedeeiserne Gitter, mit je einem Dackelkopf...
... und links und rechts vom Eingangsportal waren zwei schmiedeeiserne Laternen mit wundervollen geschmiedeten Tragarmen.

Doch wo waren diese Objekte und sind sie noch vorhanden??

Sofort begann die Recherche in den Akten der unteren Denkmalschutzbehörde in Grimmen, wo man stets äußerst hilfsbereit war.
Dort waren in der Tat Photos und auch Aktenhinweise über den Verbleib der Objekte zu finden. Deutsche Gründlichkeit! Manchmal hat sie auch etwas Gutes!
Die Gegenstände wurden alle einst in der Kunstschmiede von Herrn W. Biskup in Stralsund eingelagert.
Ein erster Versuch der Kontaktaufnahme war jedoch enttäuschend.
Herr Biskup war zwischenzeitlich verstorben.

Aber vielleicht doch ein Lichtblick, denn die Schmiede übernahm sein Schwiegersohn, der wiederum die Werkstatt zwischenzeitlich nach Rügen verlegt hat, war zu erfahren.

Könnten die Objekte dort noch vorhanden sein. Laut Akte müßten Sie es!

Herr Restaurator Gürke erklärte sich bereit, die erste Kontaktaufnahme herzustellen.
Nach einigen Telefonaten wurde schnell klar:

die Objekte sind alle noch vorhanden!

Umgehend wurden natürlich alle Bemühungen angestellt diese historisch wichtigen und zum Schloss gehörenden Ausstattungsgegenstände wieder zu übernehmen und für den Einbau an ihrem Bestimmungsort zu sorgen.

So konnte am 14.02.2009 die Übergabe der Wetterfahne und die der schmiedeeisernen Türgitter endlich erfolgen. Diese Objekte müssen nunmehr aufgearbeitet werden und werden in absehbarer Zeit wieder das Schloss zieren.

Die Übergabe der Laternen mit ihren wundervollen Tragarmen wird jedoch noch verhandelt. Fortsetzung folgt!

Türgitter und  -- tatsächlich --
Hundeköpfe,

aber nicht Dackelköpfe, sondern
wohl eher der Kopf eines

Bayrischen Gebirgsschweisshundes

Trauriger Rest einer einst tollen Wetterfahne!

Hauptsache ist, sie ist wieder da!



03.03.2009


Es gibt gute und schlechte Nachrichten.

Zum Guten zählt, dass ein verbindlicher Übergabetermin für die Laternen mit ihren historischen, kunstvoll geschmiedeten Haltern hat erreicht werden können.

Diese werden am 03.08.2009 übergeben und können nach Abschluss der Fassadensanierung wieder an ihrem Bestimmungsort angebracht werden.

Ein kleiner Eindruck der handwerklichen Fertigkeiten geben die nachfolgenden zwei Bilder.

aufwändiste Schmiedekunst

fast lebendige Abbildung eines Bayrischen Gebirgsschweisshundes
in massivem Eisenguss




Die wohl schlechteste Nachricht für das Schloss ist der aktuelle Befund des in Arbeit befindlichen Holschutzgutachtens: Schwammbefall.

Trotz in der Vergangenheit mit hohem finanziellen Aufwand eine Schwammsanierung durchgeführt wurde, ist erneut in einigen Bereichen Schwammbefall zu verzeichnen.

Die Ausdehnung ist gegenwärtig noch unklar und wird noch untersucht.


Langsam aber sicher geht es voran.

Die ersten Genehmigungen nach dem Denkmalschutzgesetz sind erteilt.

Inzwischen ist wieder Strom im Objekt.

Das Hauptportal wurde zur Restauration ausgebaut und durch eine stabile Baustellentür ersetzt.

Weitere Holzschutzuntersuchungen erfolgen - leider auch mit Eingriff in die Bausubstanz.

Die Treppen werden gesichert und in der kommenden Woche die Baustelle weiter eingerichtet.

Leider wird während der Sanierungsphase die komplette Baustelle durch einen Bauzaun gesichert werden müssen. Zu viele Gefahren drohen auf dem Grundstück.

Zu gegebener Zeit werden aber Besichtigungstage für die Öffentlichkeit eingerichtet, sodass immer die Möglichkeit besteht sich einen persönlichen Eindruck vom Objekt und vom Fortschritt zu machen.

In den nächsten Tagen werden um das Objekt herum zunächst einige Gefahren duch morsche Bäume und Äste beseitigt (baumpflegerische Maßnahmen) und der Boden glatt abgezogen und von Wildbewuchs befreit. So sind auch vorbereitende Maßnahmen für das Baugerüst getroffen, welches in absehbarer Zeit etappenweise Teile des Objektes einkleiden wird.

Noch besteht keine absolute Klarheit über das historische Farbkonzept der Fassade, doch hieran arbeitet Herr Restaurator Gürke.

Herr Hoffmann ist als Bauhistoriker mit der Untersuchung der Substanz beschäftigt und wird zu gegebener Zeit einen Einblick in die Geschichte des Objektes geben.


Es ist gelungen mit Frau Renate Göhlich, Tochter von Max und Margarete Baerecke, eine letzte Überlebende die noch auf dem Schloss Preetz lebte, Kontakt aufzunehmen.

Frau Göhlich, die viele Jahre ihrer Kindheit auf Preetz verbrachte, stellt mir freundlicherweise wertvolle Informationen zu dem Schloss zur Verfügung. Darunter sind auch zahlreiche historische Aufnahmen, die das Schloss in seiner einstigen Pracht darstellen und viele Fragen zum Objekt und seiner Geschichte klären helfen.

Mein außerordentlicher Dank sei hier an dieser Stelle Frau Göhlich ausgesprochen für ihre netten Zeilen und ihrer großen Hilfsbereitschaft. Mit ihrer inzwischen erteilten Genehmigung werden die Aufnahmen und Inhalte Ihrer Informationen in Kürze hier veröffentlicht.